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EINLEITUNG
Fort Selkirk mit seiner Lage knapp nördlich der Mündung des Pelly in den Yukon River ist geprägt durch sehr kalte und trockene Winter sowie durch milde und gemäßigte Sommer. Die niedrigste Temperatur, die jemals hier gemessen wurde, betrug 64º Celsius unter Null. Im Sommer klettert das Thermometer nur selten über 20º.
Temperaturextreme spielten bei der geologischen Entwicklung der Gegend eine wichtige Rolle. In drei Eiszeiten, während derer die Gegend um Fort Selkirk mit Eispanzern überzogen war, brachen Vulkane unter dem Eis aus. Ein Gemenge aus geschmolzenem Felsen und Eis schuf die markanten Basaltsteilabbrüche am Nordufer des Yukon gegenüber von Fort Selkirk. Geologen nehmen an, dass der letzte Ausbruch von Volcano Mountain (Nelruna" in der Spreche der Northern Tutchone) vor mindestens 4.200 Jahren stattfand. Auf diesen frühzeitlichen Ausbruch wird in den mündlich überlieferten Geschichten der Northern Tutchone Ureinwohner noch immer angespielt.
Das Eis, das während der Eiszeiten die Landschaft abschliff, ließ mächtige Schotterablagerungen und Felsen zurück, die heute das Flussbett des Yukon formen. Das raue Flussbett und die schnelle Strömung (etwa 7 km/h) erzeugen den Brodeleffekt" an der Wasseroberfläche. Unter der Oberfläche verborgen befindet sich eine üppige Fauna, die die frühen Ureinwohner an diesen Platz zog.
Die Tierwelt rund um die Ansiedlung ist ebenso reichhaltig und beinhaltet: Elch, Schwarzbär, Kojote, Rotfuchs, arktisches Erdhörnchen, Hase und Bisamratte.
Die lange Anwesenheit der Tierwelt wurde kürzlich durch den Fund der weltweit ältesten Überreste eines Karibus auf erstaunliche Weise untermalt: Die Knochen, die am Fuß der Basaltabbrüche gegenüber von Fort Selkirk entdeckt wurden, sind 1,6 Millionen Jahre alt und deuten auf erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen urzeitlichen und modernen Vertretern dieser Art hin. Weiterführende paläontologische Untersuchungen haben Überreste vieler anderer kleiner Säugetiere aus der selben Zeit zum Vorschein gebracht.
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