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EINLEITUNG
Die Northern Tutchone, heute bekannt als Selkirk First Nation (First Nation" = Erste Nation) führten in Gruppen von ein oder zwei Familien eine nomadische Lebensweise geprägt von Jagd und Fischfang. Zu bestimmten Jahreszeiten trafen sich die kleinen Gruppen zu besonderen Anlässen wie Feierlichkeiten und Potlachs (Gedenkfeiern in Erinnerung an eine Person, die ein bis zwei Jahre zuvor gestorben war) und von der Jahreszeit abhängigen Festen.
Die seit jeher sehr gastfreundlichen Northern Tutchone hießen oft andere Ureinwohnerstämme in ihrem Territorium willkommen. Handel veranlasste diese Ureinwohnergruppen, nach Fort Selkirk zu ziehen. Heiraten zwischen Mitgliedern der verschiedenen Stämme waren häufig.
Die Northern Tutchone sehen in ihrem traditionellen Gebiet mehr als nur eine unbelebte Landschaft. Dies ist ein Land gefüllt mit Erinnerungen. In den Jahrtausenden ihrer Anwesenheit haben die Northern Tutchone jedem See, Pfad, Hügel, Berg und Fluss in der Gegend einen Namen verliehen. Oft haben diese Namen eine Beziehung zu einer Legende oder einem Ereignis.
Als die ersten Europäer im 19. Jahrhundert diese Gegend erkundeten, zeigte sich, dass einige wenig an den Ortsnamen der Ureinwohner interessiert waren. Männer wie Robert Campbell und Lt. Frederick Schwatka benannten die Orte, die sie besuchten, neu und vermerkten diese Namen auf ihren Karten. Die Umbenennung des Heimatgebietes der Northern Tutchone führte zum teilweisen Verlust der mündlich überlieferten Geschichte dieser Gegend.
In jüngster Zeit wurden Anstrengungen unternommen, um die traditionellen Ortsnamen der Northern Tutchone wieder zu finden und wieder zu beleben. Durch Befragung der Ältestenräte konnten viele der ursprünglichen Namen aufgezeichnet werden. Einige Orte erhielten wieder ihren althergebrachten Northern Tutchone Namen.
Trotz der Tatsache, dass Fort Selkirk seit Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts nicht mehr bewohnt ist, ist die Ansiedlung in den Augen der Ureinwohner weiterhin ein lebendiger Ort. Dies wurde erreicht durch die gemeinsamen Anstrengungen der Regierung des Yukon, Abteilung für Kulturerbe (Heritage Branch), und die Mitglieder der Selkirk First Nation, die dort Führungen veranstalten sowie den Ort managen und erhalten.
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